Was essen eigentlich Handwerker?
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von: Network
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Meist sind Handwerker von morgens bis abends im Kundendienst unterwegs oder verbringen den ganzen Tag in der Werkstatt oder auf der Baustelle. Die Pausen sind meist kurz bemessen, und auf Baustellen ist oft noch nicht einmal ein Tisch vorhanden, an den man sich zum Essen hinsetzen kann. Da wird sich schon einmal auf eine Stapelbox gesetzt, und mit einem Werkzeug die Essensverpackung geöffnet. Aufmerksame Beobachter können Handwerker aufgrund ihrer Essensgewohnheiten in 2 Gruppen unterteilen -- Die Verheirateten und die Singles. Zum Frühstück bekommen die Verheirateten selbst gemachte Stullen und in mundgerechte Stücke geschnittenes Obst oder Gemüse in Tupperdosen verpackt. Der Kaffe kommt dampfend aus der Thermoskanne und wird aus einer Keramiktasse genossen. Der Single hat die Brötchentüte vom Bäcker zwischen dem Werkzeug vergraben, und schlürft den Automatenkaffe aus dem Pappbecher. Beim Mittagessen unterscheiden sich die beiden Gruppen auch wesentlich, denn der Verheiratete bekommt faktisch nur ein zweites Frühstück, da nach Feierabend das gemeinsame Abendessen mit Frau und Kindern wartet. Der Single unter den Handwerkern hingegen würde abends noch eher sein Werkzeug pflegen, als sich an den Herd zu stellen und eine warme Mahlzeit zuzubereiten. Wozu gibt es Pommesbuden? Die werden meist zwischen zwei Kunden angefahren, und bieten ein mehr oder weniger reichhaltiges Angebot an verschiedenen Mahlzeiten und Snacks. Darunter ist eine seit Jahrzehnten nicht zu schlagen: die Currywurst mit Pommes Frites und Mayonnaise. Weit abgeschlagen folgen dann Schnitzel und Frikadelle. So gestärkt hat der allein stehende Handwerker nun nach Feierabend die Zeit und Kraft, um Maßnahmen einzuleiten, die zur möglichst baldigen Änderung seines Familienstandes führen, so dass er demnächst, wie seine verheirateten Kollegen, seine Abende im trauten Heim bei Gemüse, Vollkornreis und Salatbeilage verbringen kann.
Über den Autor
Thora Meißner, Texterin
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